orderbyrand
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07:27:39 nachmittags on März 28, 2010 |
Wie die Trüffelmasse zum Schafskopf wurde
Leider, oder zum Glück, hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit, ein Kochbuch zu übersetzen. Nicht auszudenken, was dabei alles schief gehen kann, alleine wegen kultureller Unterschiede.
Natürlich würde mich diese Herausforderung reizen. Aber dann möchte ich mich wenigstens nicht gleich öffentlich blamieren, wie es offenbar dem Übersetzer der Untertitel zum Film “Chocolat” gelungen ist.
Da wurde aus dem Satz“Vianne, did you want me to start the ganache for the festival?”
die folgende Leckerei:
“Soll ich schon die Schafsköpfe für die Feier vorbereiten?”
Die ganze Geschichte gibt es in dem schönen Blog Übelsetzt: http://www.uebelsetzt.de/?p=140

Heiko C. 20:43 on 28. Mai 2010 | # |
Der letzte Kommentar war übrigens von mir.
Ich habe die Übersetzung jetzt auch mal gefunden:
http://books.google.de/books?id=Y6tSDB52TPIC&pg=PA1&lpg=PA1&dq=Ein+Gleiches+Japanisch+Jade+Pavillon&source=bl&ots=3DvKXt-xXm&sig=UFZLTs6MllL9BHaStwV7RQmKkF8#v=onepage&q=Ein%20Gleiches%20Japanisch%20Jade%20Pavillon&f=false
“Stille ist im Pavillion aus Jade
Die Krähen fliegen stumm
zu beschneiten Kirschbäumen im Mondlicht
Ich sitze
und weine.”
Gut, waren keine Schwalben, waren Krähen, aber ich verwechsele Vögel ja gerne mal.
orderbyrand 21:56 on 18. Juni 2010 | # |
Oh, ich sollte mein Blog mal wieder lesen und benutzen.
Sehr schönes Ding hast du da ausgegraben.
Die Version von Ringelnatz setzt noch eins drauf:
“Drüben am Walde kängt ein Guruh,
warte nur balde kängurst auch du”
Anonym 20:39 on 28. Mai 2010 | # |
Erinnert mich an die Geschichte von Goethes “Ein Gleiches”, dass über den Umweg des Französischen ins Japanische übersetzt wurde, und dann wieder zurück ins Deutsche.
Die Übersetzung hatte ihren eigenen Charme, aber in Goethes Original sind nun einmal eben keine “Schwalben” zu finden, die über den “Jadepavillion” fliegen. ^^