Pizza Hawaii – oder ähnlich

Die Restesammlung sieht heute so aus (ich war immer noch nicht einkaufen):
Schwarzwälder Schinken, eine Dose Ananas, Mehl, Hefe, passierte Tomaten, Öl, das letzte Stück Käse

Sieht stark nach Pizza aus, dachte ich mir. Zeit, ein wenig zu experimentieren. Und zwar in Echtzeit. Ich hätte gerne einen ganz dünnen, knusprigen aber nicht zu harten Teig. Und das geht so:

200g Mehl, 1 TL Trockenhefe, warmes Wasser, Olivenöl, 1Tl Salz
Mehl, Salz und Hefe vermischen, dann ganz langsam warmes Wasser untermischen, am besten mit dem Handmixer und Knethaken. Der Teig sollte noch nicht geschmeidig werden, sondern leicht bröckeln. Dann kommt Olivenöl dazu, weiter kneten, bis der Teig fest, aber geschmeidig ist, also nicht mehr bricht.


(So sieht es ohne Öl aus)

(Mit Öl und fertig verknetet)

So, ich kümmere mich um den Belag, während der Teig auf der Heizung Zeit zum gehen hat.

Fortsetzung

Der Belag:
Käse (Gouda), passierte Tomaten, Pfeffer, Salz, Oregano, Ananas, Räucherschinken

Käse
Fein reiben

Passierte Tomaten, Pfeffer, Salz, 1 TL Oregano
In einer Schüssel gründlich mischen, beiseite stellen bis der Teig fertig ist
Das ist der erste Versuch mit diesen fertig abgepackten Tomaten. Am liebsten koche ich eine Sauce aus frischen Tomaten. Lassen wir uns überraschen.

Räucherschinken
In breite Streifen schneiden.
Normalerweise kommt natürlich Kochschinken auf die Pizza. Räucherschinken schmeckt mir besser und er ist eben da.

Der Teig braucht noch eine Weile. Zeit genug, den Backofen vorheizen zu lassen. Mein uralter Ofen schafft satte 300 Grad, und die brauchen wir auch.

Fortsetzung folgt in einer Viertelstunde.

Weiter gehts.

Jetzt wird der Teig möglichst dünn gezogen oder gerollt. Der Rand darf etwas dicker sein.

Je länger der Teig ruhen durfte, um so leichter geht das, ohne dass er dabei reisst. Das haben wir hauptsächlich dem Gluten (mit langem „e“) zu verdanken. Gluten ist ein Eiweissprotein im Mehl, das langkettige Moleküle bildet, die sich außerdem sehr gut untereinander verbinden. Gluten ist also ein hervorragender Klebstoff.

Übrigens: Der Teig wird etwas luftiger, wenn er während der Ruhephase ein bis zweimal geknetet wird. Dabei verteilt sich die Hefe besser und bildet so viele gleichmäßige kleine Gasblasen im Teig. Die größeren Blasen werden dabei zerstört.

Tomatensauce gleichmäßig darauf verteilen, mit Käse bestreuen, mit Schinken und Ananas belegen, etwas Käse obendrauf streuen und für 10-15 Minuten in den Ofen damit.

Das Ergebnis gibt’s gleich, mit Foto.

koesters58 hat mir noch schnell vor seinem jährlichen Bad zugerufen, ich soll den Schinken erst später auf die Pizza legen, damit er nicht zu trocken wird. Zu spät 😉 Aber zwischen Sauce und Ananas hat er sich wohl doch ganz wohl gefühlt (der Schinken!) und ist noch schön weich. Liegt wohl auch an dem ziemlich heißen Ofen. Moderne Geräte hören oft schon bei 250 Grad auf.

Das Ergebnis:

Ja, eckig. Passt besser auf mein Backblech. Schnell noch etwas Oregano darauf. So hübsch sah die Pizza nur wenige Sekunden aus. Ich bin begeistert. Der Teig ist knusprig, aber nicht zu hart. Der Belag ist super saftig und schmeckt richtig italienisch.

An dieser Stelle ein kleines Sorry an meinen Lieblingsitaliener: Tut mir leid, Giorgio, ich kann in den nächsten Wochen leider nicht mehr so oft vorbeikommen. Aber du bist herzlich zum Testessen eingeladen 😉

Mahlzeit!

Langt es bei Euch auch noch für eine Pizza oder ein anderes Schnellrezept? Gebt mir Eure Vorräte und ich überlege, was daraus werden könnte.